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Postgraduiertendiplom in BoP- und FWD/RWD-Tourenwagenarchitekturen

Online-Postgraduiertendiplom mit 800 Stunden in BoP- und FWD/RWD-Tourenwagenarchitekturen. 8 Module zu den Internationalen Sportregeln der FIA (International Sporting Code), den technischen Vorschriften der WSC TCR und MoTeC i2 Pro. Persönlicher Tutor und offene Einschreibung.

Dauer800 h
FormOnline
SpracheEnglisch
StarttermineVon der Fakultät festgelegt
AbschlussDiplom des SEIUM Institute

Postgraduiertendiplom in BoP- und FWD/RWD-Tourenwagenarchitekturen — Studium aus Deutschland

Die Automobilindustrie ist ein Kernpfeiler der deutschen Wirtschaft, mit starken Clustern in Stuttgart, München, Wolfsburg, Ingolstadt und Rüsselsheim. Hersteller wie Mercedes-Benz, BMW, Volkswagen und Audi sowie Tier-1-Zulieferer wie Bosch, ZF und Continental prägen den Standort. Im Motorsport bieten Standorte wie Brackley, Köln und Stuttgart Einstiege in Hochleistungsentwicklung. Typische Aufgaben liegen in Fahrzeugentwicklung, Antriebsauslegung, Fahrdynamik und Versuch.

Gebühren für Deutschland: 1.290 € (Euro), mit Ratenzahlung und Kostenübernahme durch den Arbeitgeber möglich.

Zuständige Stellen in Deutschland

  • Verband der Automobilindustrie (VDA)
  • Verband der Automobilindustrie e.V. – Fachbereich Technik
  • Kraftfahrt-Bundesamt (KBA)

Typische Berufsfelder

  • Fahrzeugingenieur/in
  • Entwicklungsingenieur/in Antriebsstrang
  • Fahrdynamikingenieur/in
  • Versuchsingenieur/in Automotive

Fragen aus Deutschland

Welche Berufsverbände und Stellen sind in Deutschland für Automobiltechnik wichtig, und wird ein privater Abschluss anerkannt?

Wichtige Akteure sind der VDI, der VDA als Branchenverband, die FKFS in Stuttgart als Forschungseinrichtung und das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) für Typgenehmigungen. SEIUM-Abschlüsse sind private Qualifikationen und keine staatlichen Abschlüsse. Ob sie anerkannt werden, entscheiden Arbeitgeber im Einzelfall. Es gibt keine allgemeine gesetzliche Anerkennungspflicht für private Weiterbildungsabschlüsse.

Welche Arbeitgeber in Deutschland beschäftigen Ingenieure im Automobil- und Motorsportbereich?

Die deutsche Automobilindustrie umfasst Hersteller, Zulieferer und Entwicklungsdienstleister, die Ingenieure in Antrieb, Fahrzeugtechnik und Simulation einsetzen. Im Motorsport gibt es Teams und Dienstleister in Süddeutschland, die ebenfalls Fachkräfte suchen. Welche Qualifikation dort zählt, entscheidet der Arbeitgeber. Nachweisbare Projekte und fachliche Kompetenz sind in der Regel ausschlaggebend.

Wie viel Zeit muss ich neben einer Vollzeitstelle investieren und welche Sprachkenntnisse brauche ich?

Die Programme haben 1.900 Stunden für Master, 800 Stunden für Postgraduate-Diplome und 300 Stunden für Spezialkurse. Die Verteilung auf Wochen können Sie selbst planen. Der Unterricht erfolgt vollständig online auf Englisch, daher sind gute Englischkenntnisse erforderlich. Ein Tutor begleitet Sie persönlich. Eine Kostenübernahme durch den Arbeitgeber ist möglich und sollte vorab besprochen werden.

Virtuelles Labor · vor der Einschreibung ausprobieren

Übernehmen Sie die Kontrolle.

Führen Sie einen echten ingenieurtechnischen Zielkonflikt aus diesem Fachgebiet durch. Bewegen Sie die Regler, beobachten Sie die Reaktion des Modells in Echtzeit und meistern Sie die Herausforderung.

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Lernergebnisse

Was Sie danach können

01

Die technischen Reglements für Tourenwagen verstehen.

02

Die Grundlagen und Parameter des Balance of Performance erläutern.

03

Das dynamische Verhalten von FWD- und RWD-Architekturen analysieren.

04

Differentiale und Fahrwerk je nach Antriebskonzept abstimmen.

05

Die Fahrzeugleistung für BoP-Zwecke messen.

06

Die Entwicklung eines homologierten Tourenwagens planen.

07

Technische Vorschläge zum Leistungsausgleich erarbeiten.

Profil

Für wen es gedacht ist

  • Rennstreckeningenieur, der sich auf BoP und Tourenwagen-Architekturen mit Vorder- bzw. Hinterradantrieb spezialisieren möchte.
  • Homologationstechniker, der sich auf BoP und Tourenwagen-Architekturen mit Vorder- bzw. Hinterradantrieb spezialisieren möchte.
  • BoP-Leistungsanalyst, der sich auf BoP und Tourenwagen-Architekturen mit Vorder- bzw. Hinterradantrieb spezialisieren möchte.
  • Entwicklungsingenieur für Wettbewerbsfahrzeuge, der sich auf BoP und Tourenwagen-Architekturen mit Vorder- bzw. Hinterradantrieb spezialisieren möchte.
  • Technischer Kommissar, der sich auf BoP und Tourenwagen-Architekturen mit Vorder- bzw. Hinterradantrieb spezialisieren möchte.
  • Team-Dateningenieur, der sich auf BoP und Tourenwagen-Architekturen mit Vorder- bzw. Hinterradantrieb spezialisieren möchte.
  • Absolventen der Ingenieur- oder Naturwissenschaften, die in den Tourenwagen-Motorsport einsteigen möchten.
Normen & Werkzeuge

Womit Sie arbeiten

  • FIA International Sporting Code
  • WSC TCR Technical Regulations
  • Anhang J, Artikel 253: Sicherheitsausrüstung
  • Anhang J, Artikel 251: Klassifizierung und Definitionen
  • FIA-Norm 8856-2018 für feuerhemmende Bekleidung
  • FIA-Norm 8862-2009 für Wettbewerbssitze
Lehrplan

8 Module · 800 Std.

  1. 1.1Tourenwagenklassen: TCR, Gruppe A und N
  2. 1.2Homologation von Modellen und FIA-Technische Pässe
  3. 1.3Gemeinsame technische Architektur des TCR
  4. 1.4Reglementarische Freiheiten und Einschränkungen
  5. 1.5Technische Abnahme und Scrutineering
  6. 1.6Plomben an Motor und Steuergerät
  7. 1.7Mindestgewicht und Ballast
  8. 1.8Einheitsreifen und seine Regelung
  9. 1.9Kosten und Kundenmodell
  10. 1.10Fallstudie: Lesen eines TCR-Homologationsformulars
  1. 2.1Zweck und Philosophie der BoP
  2. 2.2Anpassungsparameter: Gewicht, Leistung und Höhenlage
  3. 2.3Restriktoren und Turbokennfelder
  4. 2.4Gewichtsausgleich auf Basis der Ergebnisse
  5. 2.5Prüfstands- und Windkanaltests für die BoP
  6. 2.6Nutzung von GPS-Daten und offiziellen Telemetriedaten
  7. 2.7Leistungsfenster und Toleranzen
  8. 2.8Kritik und Grenzen des Systems
  9. 2.9Kommunikation der BoP an die Teams
  10. 2.10Übung: Analyse einer BoP-Tabelle einer Saison
  1. 3.1Gewichtsverteilung bei einem Fahrzeug mit Frontantrieb
  2. 3.2Inhärentes Untersteuern und dessen Beherrschung
  3. 3.3Lamellen-Sperrdifferentiale
  4. 3.4McPherson-Geometrie im Wettbewerb
  5. 3.5Lenkmomenteinfluss (Torque Steer) und dessen Korrektur
  6. 3.6Radlastverlagerung beim Bremsen
  7. 3.7Einsatz der Hinterachse zur Drehung des Fahrzeugs
  8. 3.8Kontrolliertes Übersteuern durch Gaswegnahme
  9. 3.9Verschleiß der Vorderreifen
  10. 3.10Werkstatt: Vorspannungseinstellung eines FWD-Differentials
  1. 4.1Traktionsvorteile beim Ausbeschleunigen aus der Kurve
  2. 4.2Gewichtsverteilung und Motorposition
  3. 4.3Mehrlenker-Hinterradaufhängung
  4. 4.4Hinterachsdifferential und Rampen
  5. 4.5Abstimmung zwischen Übersteuern und Traktion
  6. 4.6Transaxle-Getriebe und seine Wirkung
  7. 4.7Management der Hinterreifen
  8. 4.8Reglementierte Traktionskontrolle
  9. 4.9Vergleich homologierter Heckantriebs-Chassis
  10. 4.10Fallstudie: Abstimmung eines Heckantriebs-Tourenwagens
  1. 5.1Streckenprofile, die jeweils eine Architektur begünstigen
  2. 5.2Geschwindigkeit in langsamen und schnellen Kurven
  3. 5.3Bremsverhalten und Stabilität beim Einlenken
  4. 5.4Traktion und Längsbeschleunigung
  5. 5.5Reifenverschleiß je Achse
  6. 5.6Vergleichende Rundensimulation
  7. 5.7Leistungsgleichheit durch BoP
  8. 5.8Sektorzeitenanalyse
  9. 5.9Einfluss der Witterung
  10. 5.10Labor: FWD- und RWD-Rundensimulation in OptimumLap
  1. 6.1Vom Veranstalter homologierte Telemetrie
  2. 6.2Leistungskurven auf dem Rollenprüfstand
  3. 6.3Drehmomentmessung an der Achse
  4. 6.4Aerodynamische Beiwerte im Windkanal
  5. 6.5Analyse der Höchstgeschwindigkeit und Beschleunigung
  6. 6.6Normierung der Daten auf Bedingungen
  7. 6.7Statistik der Rundenzeiten
  8. 6.8Erkennung von Sandbagging
  9. 6.9Testprotokolle für die BoP
  10. 6.10Übung: Normierung von Prüfstandsdaten
  1. 7.1Auswahl des Serienmodells als Basis
  2. 7.2Homologationsprozess mit dem Veranstalter
  3. 7.3Motorentwicklung innerhalb des Homologationsformulars
  4. 7.4Homologiertes aerodynamisches Paket
  5. 7.5Integration von Sicherheitselementen
  6. 7.6Zuverlässigkeits- und Laufleistungstests
  7. 7.7Kundenkit und technischer Support
  8. 7.8Weiterentwicklungen und Homologationsjoker
  9. 7.9Management der Entwicklungskosten
  10. 7.10Fallstudie: Entwicklungsplan für einen TCR aus der Serienproduktion
  1. 8.1Auswahl zweier Referenzfahrzeuge
  2. 8.2Erfassung der Leistungsdaten
  3. 8.3Vergleichende Analyse der Architekturen
  4. 8.4Vorschlag für Ausgleichsparameter
  5. 8.5Simulation der Wirkung der BoP
  6. 8.6Validierung mit Renndaten
  7. 8.7Erstellung des technischen Berichts
  8. 8.8Verteidigung des Vorschlags vor dem Veranstalter
  9. 8.9Abschlussarbeit und Präsentation
  10. 8.10Abschließende Überprüfung mit dem Tutor
Methodik, Software & Labore

Wie Sie lernen

Vollständig 100 % online auf dem SEIUM-Campus, mit herunterladbarem Material, aufgezeichneten Unterrichtseinheiten und einem zugewiesenen technischen Tutor. Es gibt keine festen Stundenpläne: Die Studierenden schreiten innerhalb des Jahrgangs in ihrem eigenen Tempo voran, was die Kombination von Studium und Berufstätigkeit ermöglicht.

Jedes Modul verbindet Theorie, angeleitete Auseinandersetzung mit der Originalnorm und angewandte Übungen. Die verwendete Software ist MoTeC i2 Pro, OptimumLap, AiM Race Studio 3, MATLAB, in kostenlosen, akademischen oder Testversionen. Prüfverfahren werden anhand realer Abläufe untersucht: Analyse einer Balance-of-Performance-Tabelle, Vergleich von Telemetriedaten zwischen Vorder- und Hinterradarchitekturen sowie Normierung von Leistungsprüfstandsdaten. Die Bewertung erfolgt laufend je Modul sowie durch das abschließende integrierende Projekt.

Laboratorien, die auf eine Akkreditierung vorbereitet sind(EN ISO/IEC 17025) mit Rollenprüfstand, EMV/Blitzschutz-Vorprüfung, HIL/SIL, Vibration/Akustik.
Evidenzbasierte Masterarbeit:Sicherheitsnachweis, Testplan, Konformitätsdokumentation und Betriebsgrenzen.
Von Branchenexperten betreut:Lehrkräfte mit nachgewiesener Erfahrung in Training, , eVTOL/UAM und Flugerprobung.
Flexibles Format(hybrid/online), internationale Kohorten und Unterstützung durch SEIUM Career Services.
Ethik und Sicherheit:Ansatz Sicherheit durch Design, OT-Cybersicherheit, Konformität und Compliance als Kernpfeiler.
Abschlussprojekt

Von Anfang bis Ende umsetzen

Ihr Abschlussprojekt folgt dem realen Ingenieursablauf Schritt für Schritt und wird von Ihrem Tutor begleitet und geprüft.

Auswahl von zwei Referenzfahrzeugen

Die technischen Reglements für Tourenwagen verstehen.

Erfassung von Leistungsdaten

Die Grundlagen und Parameter der Balance of Performance erläutern.

Vergleichende Analyse der Architekturen

Das dynamische Verhalten von Vorderrad- und Hinterradantrieb analysieren.

Vorschlag für Ausgleichsparameter

Differentiale und Federung entsprechend dem Antriebskonzept anpassen.

Simulation der BoP-Wirkung

Die Fahrzeugleistung für BoP-Zwecke messen.

Berufliche Perspektiven

Wohin es Sie führt

Rennstrecken-Ingenieur für TourenwagenHomologationstechnikerAnalyst für Leistungsdaten (BoP)Ingenieur für die Entwicklung von RennfahrzeugenTechnischer KommissarTeam-Dateningenieur
Zulassung & Stipendien

Voraussetzungen

  • Vorherige technische Ausbildung oder Berufserfahrung in der Branche. Ein Hochschulabschluss ist nicht erforderlich.
  • Internetverbindung und ein Computer, auf dem die Software des Studiengangs lauffähig ist.
  • Ausreichende Spanischkenntnisse, um technischen Regelwerkstexten folgen zu können.

Bereit zu starten?

Senden Sie noch heute Ihre Bewerbung. Unser Zulassungsteam antwortet Ihnen innerhalb von 72 Stunden mit Ihrem Studienplan und den Finanzierungsmöglichkeiten.

Häufige Fragen

Häufig gestellte Fragen

Das Programm umfasst insgesamt 800 Stunden, verteilt auf 6 bis 8 Monate. Das entspricht durchschnittlich 10 bis 15 Stunden pro Woche und lässt sich mit einer Vollzeitstelle vereinbaren.

Sie arbeiten mit MoTeC i2 Pro, OptimumLap, AiM Race Studio 3 und MATLAB. Verwendet werden kostenlose, Academic- oder Testversionen; wo es eine kostenlose Alternative gibt, nennt der Tutor diese.

Ein eigenes SEIUM-Diplom nach bestandener kontinuierlicher Bewertung und dem integrierenden Projekt. Dies ist eine hauseigene Weiterbildung und kein offizieller Abschluss des Ministeriums.

Ja. In einem Kurs oder Postgraduierten-Diplom im selben Bereich bestandene Module werden im Aufbauprogramm anerkannt. Prüfen Sie bei der Einschreibung die Anerkennungsrichtlinie.

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